Methodik
Methodik
Vom Rohdatenstrom zum nachvollziehbaren Beitrag: die Arbeitsweise der Stuttgarter Redaktion.
Echtzeit-Marktdaten allein ergeben noch keinen Beitrag. Erst die Festlegung auf ein Zeitfenster, ein Marktsegment und eine klare Fragestellung macht aus dem Rohstrom eine auswertbare Menge. Diese Methodikseite beschreibt, wie die Redaktion vorgeht, ohne damit eine allgemeingültige Auswertevorschrift zu behaupten.
Schritt 1 — Abgrenzung
Zu Beginn steht die Frage, welches Marktsegment in welchem Zeitfenster betrachtet wird. Eine zu weite Fassung verwässert die Aussage, eine zu enge Fassung überbetont zufällige Einzelpunkte. Die Redaktion dokumentiert die Abgrenzung im Beitrag nachvollziehbar, sodass Leser einschätzen können, was die Aussage trägt und was nicht.
Schritt 2 — Datensichtung
Orderbuch-Veränderungen, Kursreaktionen und die Frequenz des Nachrichtenstroms werden für das gewählte Fenster zusammengetragen. Die Sichtung erfolgt am Stuttgarter Schreibtisch; es wird nicht automatisiert veröffentlicht, was ein Modell liefert.
Schritt 3 — Strukturvorschläge
Die KI-Komponente liefert Strukturvorschläge: Cluster ähnlicher Orderbuch-Profile, Markierungen auffälliger Phasen, Hinweise auf Frequenzverschiebungen. Diese Vorschläge sind Arbeitshypothesen, keine Befunde.
Schritt 4 — Redaktionelle Deutung
Aus den Strukturvorschlägen zieht die Redaktion in einem eigenen Arbeitsschluss Folgerungen, die sie getrennt von der Datenbeschreibung darstellt. Leser können so nachvollziehen, was beobachtet wurde und welche Folgerung die Redaktion daraus zieht.
Grenzen
- Die Auswertung beschreibt Vergangenes und Laufendes, nicht die Zukunft. Prognosen werden nicht gestellt.
- Ein Strukturvorschlag ist kein Befund. Wiederholung an anderen Fenstern prüft, ob ein Muster trägt.
- Die Beiträge ersetzen keine Anlageberatung und keine zugelassene Finanzanalyse.
Fragen zur Methode beantwortet die Redaktion auf schriftlichem Weg. Die Kontaktmöglichkeiten stehen auf der Kontaktseite.